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Geflüchtete im Freiwilligendienst: Lernen und helfen

Seit Oktober leisten acht Geflüchtete einen Freiwilligendienst in den ASB-Seniorenzentren Mainz und Otterberg, Budenheim, bei der GHG in Waldfischbach und einer großen Mainzer Klinik. Sie helfen bei der Pflege und Betreuung der Menschen, spielen und beschäftigen sich mit ihnen und sind so eine wertvolle Unterstützung des fachlichen Pflege- und Betreuungspersonals.

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Seit Oktober leisten acht Geflüchtete einen Freiwilligendienst in den ASB-Seniorenzentren Mainz und Otterberg, Budenheim, bei der GHG in Waldfischbach und einer großen Mainzer Klinik. Sie helfen bei der Pflege und Betreuung der Menschen, spielen und beschäftigen sich mit ihnen und sind so eine wertvolle Unterstützung des fachlichen Pflege- und Betreuungspersonals. Mittel für die Anleitung der geflüchteten BFDler in Seniorenzentren gibt es außerdem vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA).

Mitte November hatten die acht BFDler ihre Seminarwoche in Mainz. Neben den klassischen Themen wie „Rechte und Pflichten im BFD“, standen auch Besuche im naturhistorischen Museum und in der Bücherei Mainz sowie ein Erste-Hilfe-Kurs auf dem Programm. „Auch übten die Teilnehmer Alltagssituationen im Rollenspiel“, so die ASB-Referentin für Freiwilligendienste und Initiatorin des Projekts, Tülay Arslan. „Beispielsweise wurde geprobt, wie man sich beim Vorgesetzten telefonisch krank meldet oder um eine Wohnung bewirbt.“ Dabei war Arslan auch der interkulturelle Vergleich wichtig. Wie sind die Gepflogenheiten beispielsweise beim Vertragsabschluss eines Mietvertrages hier und in den Heimatländern. Aber auch welche Feste werden gefeiert, wie zum Beispiel Sankt Martin in Deutschland und welche vergleichbaren Feiertage gibt es in den Heimatländern.

Ergänzt wurde das Seminar auch durch mehrere Sprachkurstage. So lernten die Teilnehmer bereits vor Seminarbeginn berufsspezifisches Deutsch, speziell für ihre Tätigkeiten im Freiwilligendienst. Als eigenen Wunsch brachten sie das Thema „Wohnungssuche“ mit ein und stiegen tiefer in Fachthemen, wie der menschliche Körper, Diabetes und Dialyse ein oder büffelten Fachbegriffe aus dem Pflegealltag.

Nach dem Freiwilligendienst besteht – je nach Aufenthaltsstatus – für die Geflüchteten die Möglichkeit, eine Ausbildung zur Altenpflegehelferin/zum Altenpflegehelfer zu absolvieren und darauf aufbauend, eine Ausbildung zur Altenpflegerin/zum Altenpfleger zu machen. 

 

Gerne stellen wir den Kontakt zu den Einsatzstellen und den Freiwilligen mit Fluchterfahrung her.

Weitere Informationen für die Presse:

ASB Rheinland-Pfalz, Karina Dingebauer, Tel.: 06131/9779-28, E-Mail: k.dingebauer(at)asb-rp.de

Kontakt für weitere Informationen zum BFD:

ASB Rheinland-Pfalz, Tülay Arslan, Tel.: 06131/9779-36, E-Mail: t.arslan(at)asb-rp.de