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Gemeinsame Übung von Mainz 05 und ASB Mainz-Bingen

Samstagnachmittag in der Coface Arena, das Stadion ist voll besetzt. Plötzlich ein lauter Knall im Gästeblock im Abgang zum Tunnel. Was ist passiert? Aufregung, Durcheinander, Verletzte … Rettungsdienst und Security werden aktiv – keine Sorge, das ist nur das Szenario, das sich der 1. FSV Mainz 05 und der ASB Mainz-Bingen für eine größere Übung am Samstag, den 9. April 2016 ausgedacht haben.

Damit im Ernstfall alles reibungslos klappt werden verschiedene Szenarien im Stadion geübt. Foto: ASB KV Mainz-Bingen

Auch wenn es sich an diesem Samstag nur um eine Übung handelt, ist der Hintergrund durchaus ernst. Angesichts der Ereignisse von Paris und Brüssel sind Rettungsdienste und Veranstalter gleichermaßen sensibilisiert und wollen für den Ernstfall bestmöglich vorbereitet sein.

„Die Zuschauer müssen sich wohl fühlen bei uns im Stadion. Dazu muss die Sicherheit soweit wie irgend möglich gewährleistet sein und die Versorgung von Verletzten muss einfach klappen“, sagt Michael Kammerer, Geschäftsführer von Mainz 05.

Für medizinische Hilfeleistungen während der Spiele von Mainz 05 ist seit vielen Jahren der ASB-Kreisverband Mainz-Bingen zuständig und auch regelmäßig erfolgreich im Einsatz. Bei allen Spielen der Bundesliga wird er dabei übrigens von Kolleginnen und Kollegen des DRK unterstützt. Allerdings handelt es sich im normalen Sanitätsdienst meist um Einzelpersonen, die Hilfe benötigen. Doch was würde passieren, wenn 25 Patienten gleichzeitig zu versorgen wären?

Genau dieses Szenario wird am Samstag, den 9. April im Tunnel der Coface Arena nachgestellt. 25 Verletzten-Darsteller, geschminkt und entsprechend instruiert, werden im Tunnel platziert. Ein paar Böller markieren den Beginn der Übung. Die Ordner werden von ihren Posten aufgeschreckt, Meldungen werden gemacht, der Alarm an die Schnelleinsatzgruppe (SEG) des ASB Mainz-Bingen geht raus, ebenso an die Auszubildenden zum Notfallsanitäter bei ASB und DRK. Nach kurzer Zeit sind rund 40 Helfer zur Stelle, aber die Lage ist unübersichtlich, der Tunnel ist auch noch voller Rauch. Schnell wird deutlich, dass die Aufgabe eine Herausforderung für viele der Freiwilligen ist.

Den Überblick zu behalten und die Helfer zu steuern, ist Aufgabe der Einsatzleitung. Die setzt sich zusammen aus je einem Vertreter von Mainz 05, Stadionmanagement, Security und dem ASB. Klare Absprachen, verlässliche Informationen und schnelle Entscheidungen sind für den Stab unverzichtbar.

Neben der Bergung und der Versorgung der Verletzten steht bei dieser Übung vor allem dieser zweite Aspekt im Vordergrund. „Wir wollen sehen, wie die Prozesse, die Abläufe, wie die Kommunikation funktioniert. Im Ernstfall hat man keine Zeit für Diskussionen“, erläutert Milton Scheeder, stellv. Geschäftsführer des ASB KV Mainz-Bingen.

Natürlich beleuchtet diese Übung nur einen Teilaspekt aller Maßnahmen, die im Ernstfall greifen würden, doch der soll möglichst reibungslos ablaufen. Deshalb freuen sich Michael Kammerer für Mainz 05 und Milton Scheeder für den ASB, dass sie am Ende der umfangreichen Übung ein positives Fazit ziehen können.

„Es ist beruhigend zu sehen, dass alles so gut funktioniert hat, auch zwischen dem Sanitätsdienst und unserem Ordnungsdienst. Da macht sich die jahrelange gute Zusammenarbeit bemerkbar“, so Michael Kammerer.

Auch Milton Scheeder, als erfahrener ‚Organisatorischer Leiter Rettungsdienst‘ Teil der Einsatzleitung, lobt das Engagement aller Beteiligten und die Unterstützung aus dem Ordnungsdienst für die Rettungskräfte: „Ich bin wirklich froh, dass alles so gut geklappt hat. Kleinigkeiten können wir natürlich immer optimieren, darum werden wir uns jetzt kümmern. Im Großen und Ganzen ist alles sehr gut gelaufen.“

 

Kontakt für weitere Informationen:
Milton Scheeder (Stellv. Geschäftsführer), Tel. (06131) 965 10 – 201, Mail: mscheeder(at)asb-mainz.de; Pressestelle: Anne Drewello, Birgit Knape, Tel. (06131) 965 10 – 240, Mail: presse(at)asb-mainz.de.
Internet: www.asb-mainz.de

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