Landesverband Rheinland-Pfalz

Geschichte

Mehr als 100 Jahre im Einsatz

1888 legen sechs Berliner Zimmerleute den Grundstein für den heutigen Arbeiter-Samariter- Bund. In einer Zeit, in der es weder Arbeitsschutz- vorschriften noch Rettungsdienste gibt und sich viele Arbeiter schwer verletzen, setzen sie gegen viele Widerstände den ersten "Lehrkursus über die Erste-Hilfe" über die Erste-Hilfe bei Unglücksfällen" durch.

1922: Krankenwagen der ASB Kolonne Frankenthal © Archiv ASB Bundesverband

1912: Vertreter verschiedener ASB-Kolonnen treffen sich in Pirmasens zu einer „Konferenz pfälzischer Kolonnen“. Diese Konferenz gilt als Gründungsdatum für den heutigen Landesverband.

1924: Der 10. Kreis des Arbeiter-Samariter-Bundes (Pfalzkreis) gliedert sich in fünf Bezirke und 27 Kolonnen.

1929: Der Pfalzkreis gliedert sich in fünf Bezirke und 22 Kolonnen mit 1.523 Mitgliedern.

1933: Auf dem Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz gibt es Anfang 1933 etwa 50 aktive ASB-Kolonnen.

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Mai 1933 werden vielerorts die Geschäftsstellen und Verbandstationen des ASB geschlossen, Material zerstört oder beschlagnahmt. Die Nationalsozialisten verfügen im Juli und August 1933 die „Überführung der ASB-Kolonnen in das Deutsche Rote Kreuz“ und verbieten eine weitere Tätigkeit. Damit ist der ASB zerschlagen.

1945: Nach dem Ende des 2. Weltkrieges dauerte es nicht lange und die ersten ASB-Kolonnen werden wiedergegründet, von Menschen, die trotz eigener Not anderen helfen wollten. Schon 1951 gibt es wieder insgesamt 15 Kolonnen in Rheinland-Pfalz. In den nächsten 20 Jahren engagiert sich der Landesverband stark im Wiederaufbau eines funktionierenden Rettungsdienstes, baut Rettungswachen und neue Geschäftsstellen.

 

1955: Die ASB-Kolonnen in der Pfalz treffen sich zu einer Übung im Zollhafen von Mainz. 120 Samariter beteiligen sich an der Übung, die als Erfolg gewertet wird.

1959: Neue Rettungsstellen in Kaiserslautern und Mainz werden eröffnet.

1970: 7. ASB-Bundestagung in Mainz: Wichtige Beschlüsse werden gefasst. Der Begriff ASB-Kolonne wird durch die Bezeichnung ASB-Ortsverband ersetzt und eine einheitliche Bekleidung und Fahrzeugkennzeichnung angestrebt.

1974: Ein Meilenstein in der Entwicklung des ASB Rheinland-Pfalz. In Pirmasens wird die die erste ASB-Sozialstation Deutschlands eröffnet.

1985Das Ende einer Ära und der Neubeginn: Nach einer verfehlten Politik des Vorsitzenden Manfred Elig muss sich der Landesverband von vielen Einrichtungen und Mitarbeitern trennen. Eine komplett neue Führung verabschiedet ein Sanierungskonzept

1990: Auf seiner Landeskonferenz im Mai 1990 in Speyer zieht der Landesverband eine positive Bilanz. Nach der Krise kann man jetzt wieder optimistisch in die Zukunft blicken.

1994: Karl Delorme wird erster ASB-Präsident in Rheinland-Pfalz.

1995: In Mainz wird ein modernes Seniorenzentrum für 101 pflegebedürftige ältere Menschen in Betrieb genommen werden. Es ist die erste stationäre Einrichtung des ASB in Rheinland-Pfalz.

1998Das wachsende Angebot an Dienstleistungen sorgt dafür, dass neue Geschäftsstellen errichtet werden oder bestehende (zum Beispiel in Grünstadt, Bad Kreuznach, Ludwigshafen und Pirmasens) erweitert werden. In den folgenden Jahren ziehen auch die Kreisverbände Birkenfeld, Südliche Weinstraße und Worms-Alzey in neue Objekte um.

2002: Die Satzungsreform macht den ASB Rheinland-Pfalz fit für die Zukunft.

2003ASB Rheinland-Pfalz wird Träger für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ).

2006: Eine „Task-Force-Einheit Rheinland-Pfalz Süd“ im Katastrophenschutz wird aufgebaut.

2009: Die ASB-Seniorenzentren in Budenheim mit 64 Plätzen und in Otterberg mit 68 Plätzen werden eröffnet. Sie arbeiten nach dem Hausgemeinschaftsmodell des Kuratoriums Deutsche Altershilfe. Außerdem wird in Otterberg ein Integrationsbetrieb, die „Gemeinnützige Gesellschaft für Ausbildung und Qualifizierung des ASB mbH“, gegründet.

2010: In Mainz und Worms-Alzey eröffnen bei den Sozialstationen zwei Tagespflegen für Senioren.

2011Eine Referentenstelle für die Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ) wird in der Landesgeschäftsstelle eingerichtet.

2012: Richtfest für Seniorenzentrum in Hagenbach mit 65 Plätzen und 100-jähriges Jubiläum des ASB in Rheinland Pfalz

2015Der ASB in Rheinland-Pfalz kann auf vier moderne Seniorenzentren und eine Vielzahl von ambulanten Pflegediensten und andere soziale Dienstleistungen blicken, deren bedarfsorientierten Ausbau er stetig vorantreibt.

Mit über 60.000 Mitgliedern, fast 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und etwa 330 ehrenamtlich Engagierten ist der ASB einer der größten Anbieter von sozialen Dienstleistungen in Rheinland-Pfalz. Ausgerichtet an den Bedürfnissen der Menschen ist der ASB in den Bereichen Seniorenhilfe, Rettungsdienst, Erste-Hilfe-Ausbildung, Hilfe für Kinder und Familien sowie Menschen mit Behinderungen und Freiwilligenarbeit tätig.