Niedrigschwellige Bildungsberatung für Geflüchtete:

Erster Geflüchteter in Ausbildung

Ali hatte einen Plan. Während seines Bundesfreiwilligendienstes (BFD) im Pflegebereich hatte sich der junge Syrer für eine Ausbildung als Kranken- und Gesundheitspfleger beworben. „Ich war mir sicher, dass ich den Platz bekomme, da mir die Arbeit in der Pflege Spaß macht, meine Deutschkenntnisse gut sind und ich den notwendigen Schulabschluss vorweise“, berichtet er. „Meine Kollegen und die von mir betreuten Personen meldeten zurück, dass ich ein guter Pfleger sei. Ich habe sechs Monate lang im Freiwilligendienst wertvolle Erfahrungen gesammelt, die ich in einer Ausbildung anwenden kann.“

Foto: ASB RP

Der BFD war im Dezember abgeschlossen, im Januar 2019 kam jedoch eine Absage der Schule. Daraufhin wandte sich der junge Mann an die Projektleitung „Niedrigschwellige Bildungsberatung für Geflüchtete“ beim ASB Rheinland-Pfalz. In einem Beratungstermin wurde das weitere Vorgehen festgelegt. Ali erstellte unter Anleitung neue Bewerbungsunterlagen, die an weitere Schulen verschickt wurden. Schon ein paar Tage später kam die Einladung zum Vorstellungstermin und - Ali bekam die ersehnte Zusage für eine Ausbildung!

Neben Ali haben seit Januar weitere Ratsuchende mit Fluchterfahrung die ASB-Bildungsberatung kontaktiert. „In den letzten drei Monaten hatten wir insgesamt 21 Anfragen“, berichtet Projektleiterin Tülay Arslan. „Die Mehrheit kam zu einem persönlichen Informationsgespräch. Der Schwerpunkt der Ratsuchenden bezog sich auf Unterstützung zur Ausbildungs- bzw. Praktikumssuche. Einige wenige fragten nach Hilfe bei der Suche eines Deutschkurses.“

Ziel des ASB-Projektes ist es, die gesellschaftliche Teilhabe von Geflüchteten durch den Zugang zu Bildungsangeboten und zu Ausbildung zu ermöglichen. Die Ratsuchenden werden individuell beraten, haben die Möglichkeit an Veranstaltungen teilzunehmen und werden engmaschig begleitet. „Wir möchten auf diese Weise ihre Lebenssituation verbessern und ihnen Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben in Deutschland eröffnen“, erklärt die Projektleiterin. „Deshalb freuen wir uns auf jede weitere Anfrage.“

Anreise:
5 Minuten zu Fuß vom Hauptbahnhof Mainz oder
mit Bus und Straßenbahn: Haltestelle „Münsterplatz“;
bei Erfordernissen der Barrierefreiheit: bitte kontaktieren Sie uns!

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Tülay Arslan

Telefon : 06131 9779-36

t.arslan(at)asb-rp.de

ASB Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.

Bahnhofstraße 2
55116 Mainz